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Wie funktioniert Retargeting und wie könnt ihr als KMU davon profitieren?

Social Media SEA

Beim Retargeting wird das Verhalten der Websitebesucher getrackt, um sie anschließend gezielt über Werbeanzeigen ansprechen zu können. Es gibt viele verschiedene Anbieter und Netzwerke, die Retargeting unterstützen. Die relevantesten sind:

  • Google Ads
  • Facebook Ads
  • Twitter Ads
  • Pinterest Ads
  • Linkedin Ads
  • XING Ads

Das funktioniert über Cookies: Als Websitebetreiber installiert ihr einen Tracking-Code (in den meisten Fällen ein Tracking-Pixel) des jeweiligen Netzwerkbetreibers, dessen Retargeting ihr nutzen wollt. Bei jedem Websitebesuch wird nun im Hintergrund auch das auf der Website eingebettete Tracking-Pixel geladen, das einen Cookie auf dem Device des Seitenbesuchers ablegt.

Über diesen Cookie können die Websitebesucher eindeutig identifiziert werden, wenn sie sich im Netzwerk des Betreibers aufhalten, dessen Retargeting ihr auf eurer Seite installiert hat.

Wieso ihr Retargeting einsetzen solltet

In den seltensten Fällen wird beim ersten Websitebesuch direkt eine Aktion ausgeführt. In der Regel wird erst recherchiert, bevor es zur Conversion kommt. Mit Retargeting könnt ihr dafür sorgen, dass die Interessenten zu euch zurückfinden und die gewünschte Aktion auf eurer Seite ausführen, nicht bei euren Mitbewerbern.

Durch die zielgerichtete Ansprache könnt ihr eure Klick- und Konversions-Raten steigern. Die Kosten sind auch überschaubar, denn der Streuverlust ist minimal.

Das ist euch noch nicht konkret genug? Wir zeigen euch 3 konkrete Beispiele, wir ihr Retargeting einsetzen könnt.

Retargeting im Recruiting
Ihr habt eine Jobausschreibung auf eurer Website, aber erhaltet nicht so viele Bewerbungen? Die wenigsten Personen bewerben sich sofort auf einen Job, wenn sie ihn sehen, sondern vergleichen erstmal mehrere Jobs miteinander oder sehen die Jobausschreibung unterwegs auf einem Mobilgerät, wollen sich aber lieber in Ruhe von zuhause aus bewerben. Durch Werbeanzeigen könnt ihr euch diesen Personen wieder ins Gedächtnis rufen und sie dazu ermutigen, euch eine Bewerbung zu schicken.
Retargeting im E-Commerce
Ihr habt einen Online-Shop und wollt eure Verkäufe ankurbeln? Zum Beispiel könnt ihr tracken, wer Artikel in den Warenkorb legt, aber den Kaufprozess nicht abschließt. Oder ihr trackt die Personen, die eine bestimmte Kategorie- oder Produktseite mehrfach besuchen. Diesen Besuchern könnt ihr zum Beispiel auf Aktionen aufmerksam machen oder ihnen einen Rabatt anbieten, damit sie den Kauf abschließen.
Retargeting für euren Blog
Ihr habt zwar einen tollen Blog und einen Newsletter und auch treue Leser, aber niemand meldet sich für euren Newsletter an? Ermutigt eure Blog-Leser dazu, euren Newsletter zu abonnieren! Mit Retargeting könnt ihr eure treuen Blog-Leser bei Instagram oder Facebook per Lead-Ad um ihre E-Mail-Adresse bitten.

Retargeting & Lookalike-Audiences bei Facebook & Instagram

Innerhalb von Facebook und Instagram gibt es als wunderbare Ergänzung zum Retargeting außerdem die Lookalike-Audiences: Hierbei findet Facebook Personen, die ähnliche demografische Daten oder Interessen haben, wie die Personen, die im Retargeting identifiziert wurden. Dadurch können Personen erreicht werden, die zwar noch nicht mit eurem Unternehmen interagiert haben, aber vermutlich an euren Angeboten interessiert sind.

Das ist ja alles schön & gut, aber wie sieht es Datenschutz-technisch aus und was sind die Nachteile?

Grundsätzlich ist Retargeting im Online-Marketing eine gängige Praxis, jedoch ist die rechtlich einwandfreie Implementierung der Tags und vorgeschriebenen Opt-in-, bzw. Opt-out-Lösungen, sowie die Anonymisierung der Daten nicht mal eben in 3 Minuten erledigt, aber keinesfalls unmöglich.

Damit die Retargeting-Listen funktionieren, wird allerdings eine Mindestanzahl an Nutzern vorausgesetzt, um die Anonymität der Nutzer zu wahren. Eine Remarketing-Liste sollte mindestens 1000 Personen enthalten. Dieses Ziel ist allerdings auch recht schnell erreicht. Für die ganz kleinen Websites ohne Traffic ist Retargeting deswegen nicht geeignet.

Falls euch das alles näher interessiert, sprecht uns gerne an!

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Lukas Becker, geschäftsführender Gesellschafter der Digitalagentur candyblue UG (haftungsbeschränkt) aus Kassel 1